Anfang November haben Sarah und Ich zum ersten Mal das
bolivianische Tiefland verlassen und uns auf ins Hochland gemacht. Wir wollten
übers Wochenende nach Cochabamba fahren und die anderen Freiwilligen unserer
Organisation dort besuchen. Wir hatten das große Glück uns ausgerechnet ein
Wochenende ausgesucht zu haben an dem der Montag frei war und unser Direktor
hat uns ganz spontan auch noch den Freitag frei gegeben, sodass sich unsere
kleine Reise auch wirklich gelohnt hat!
Von San Jose aus nach Cochabamba zu kommen ist nämlich
gar nicht so einfach. Wir sind Freitag in der Früh um halb 1 Uhr mit dem Bus
von San Jose aus losgefahren und um ca halb 6 Uhr in Santa Cruz angekommen.
Nachdem wir dort Empanadas und frisch gepressten Orangensaft gefrühstückt
hatten ging es um halb 8 Uhr (war geplant gewesen, tatsächliche Abfahrtszeit
war halb 9 J)
weiter mit einem anderen Bus nach Cochabamba. 12 Stunden lang ging es per Bus
von ca 0 auf 2000 km hoch, die Sitze im Bus waren jedoch wahnsinnig bequem, von
daher konnten wir die Fahrt wirklich genießen! Im Gegensatz zu Sarah kann ich
leider auf Busfahrten nie so gut schlafen, ich habe dafür jedoch mit Musik im
Ohr die wunderschöne Umgebung bestaunt und die langsame Veränderung der
Vegetation beobachtet. Von der flachen, weiten und offen grünen Landschaft
voller Palmen ging es hoch in die Berge. Ich kam mir zeitweise vor wie im
Urwald, um mich herum nur meterhohes grünes Dickicht, grün soweit das Auge
reicht. Irgendwann ist das grün dann langsam kahlen, weniger bewachsenen Hügeln
gewichen. Ich finde diese Landschaft rund um Cochabamba (es liegt zwischen den
Bergen wie in einem Kessel) einfach nur wunderschön, die Natur schaut so
unberührt und wild und offen aus.
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| Ich glaube wir haben den ganzen Bus mit unserer Eurphorie über die genialen Sitze unterhalten :D |
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| wunderschöne Landschaften sind am Bus vorbei gezogen |
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| Oberhalb von Cochabamba - Meine Definition von Freiheit ;) |
In Cochabamba wurden wir dann von Becci und Leander, zwei
Freiwilligen unserer Organisation, willkommen geheißen und wir sind mitsamt
Gepäck durch die Stadt gelaufen und haben Pollo (Hühnchen) gegessen. Michelle,
eine weitere Freiwillige unserer Organisation, ist dann auch noch irgendwann
dazu gestoßen und es war so schön sie alle mal wieder zu sehen, mit ihnen quatschen
und lachen zu können und sich gegenseitig über alles was bisher passiert ist
auszutauschen!
Das ganze Wochenende war einfach nur wunderschön!! Wir
sind über die Cancha gebummelt (eine Art Einkaufsmeile voller Straßenstände die
wirklich riesig ist und in der man ALLES finden kann), haben die wunderschönen
traditionellen Stoffe, Klamotten, Taschen… bewundert, haben typisches Gebäck
schnabuliert und das Treiben und Durcheinander einer größeren Stadt genossen.
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| Auf der Cancha (Becci und Sarah) |
Wir haben die zwei typischen Gerichte Cochabambas
gegessen: Silpancho (ein rießiges, dünnes Schnitzel das Reis, Pommes und Salat
bedeckt und obendrauf von zwei Spiegeleiern dekoriert wird) und Pique Machu
(ein Berg von Pommes, Fleischstückchen, Wurststüchchen, Eiern, Paprika,
Tomaten..). Ich kann die Aussage, dass Cochabamba das beste Essen Boliviens
hat, nur bestätigen!
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| Pique Machu essen!! |
Natürlich haben wir auch den Christo (er ist sogar höher
als der in Rio!) besucht, da wir nicht so viel Zeit hatten und auch wegen
Schlafmangel ziemlich müde waren haben wir es uns gegönnt und sind mit der
Gondel hochgefahren. Runter sind wir allerdings gelaufen, gefühlte Millionen
Stufen abwärts und das in kürzester Zeit da Becci danach noch ein Fußballspiel
hatte. Meine Beine haben Stunden später noch gezittert, zu der Anstrengung kam
ja auch noch die ungewohnte Höhe hinzu.
Die Aussicht vom Christo aus war wirklich atemberaubend!!
Zu unseren Füßen lag die Stadt, rings um erhoben sich die Berge und über uns
ragte der Christo in die Höhe, komplett unbeeindruckt von all dem Geschehen
unter ihm. Man kam sich so unbedeutend und klein im Gegensatz zu ihm vor!
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| Becci :)) |
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| einfach nur eine grandiose Aussicht |
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| Christo |
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| Über der Stadt.. |
Ansonsten haben wir es wirklich genossen, mal für ein
Wochenende wieder in einer Stadt zu sein, feiern und tanzen gehen zu können,
mit Becci und den andern Freiwilligen zu quatschen und nicht durchgehend das
Gefühl zu haben vor Hitze zu zerfließen ;)
Montag früh gings dann mit dem Bus leider auch schon wieder zurück ins saunaartige San Jose, wo wir dann um Mitternacht angekommen sind.
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| Sarah und Ich...:D |
Liebe Hanna, danke für den neuen Bericht. Fahren wir auch mal nach Cochabamba???
AntwortenLöschenZum Bild "wunderschöne Landschaften sind am Bus vorbei gezogen": Ist das die Straße, auf die der Bus gefahren ist? Wenn ja, gut, dass die Sitze bequem waren - schaut ja ziemlich holprig aus.
Gar nichts gekauft auf der Cancha?
Liebe Grüße aus Kareth